Die wichtigsten Unterschiede zwischen DMR und TETRA

Ich hatte bisher nur ein wenig Berührungspunkte als Nutzer mit TETRA und nachdem ich das erste mal DMR in den Fingern hatte, erinnert mich DMR ziemlich stark an das das System. So interessierten mich ein wenig die Unterschiede, der beiden Systeme. Die Unterschiede sind schon teils erheblich, aber durchaus gibt es parallelen. Im Wesentlichen kann TETRA viel mehr Benutzer tragen und es ist damit für viel mehr Teilnehmer ausgelegt. Diese Menge an Teilnehmern existiert so unter den Funkamateuren nicht und somit ist DMR durchaus von der Nutzerlast völlig ausreichend. Auch das nicht so extrem viele Relaisstationen nötig sind, kommt den Funkamateuren durchaus gut entgegen. Wenige DMR-Relais auf exponierten Standorten und hunderte Kilometer sind abgedeckt.

Besonders ist bei TETRA die Ende-zu-Ende Verschlüsselung, die gerade im BOS Bereich verwendet wird. Funkamateure verschlüsseln gemäß der Verordnung keinerlei Funkverkehr. So wird bei DMR bei den Funkamateuren die Verschlüsselung nicht verwendet.

DMR | MOTOTRBO

  • offener Standard
  • TDMA mit 2 Slots pro 12,5kHz Kanal
  • für Sprache und Daten
  • Basisstationen bis zu 100W Ausgangsleistung
  • Funkgerät bis zu 5W Ausgangsleistung
  • Mobilgerät bis zu 50W Ausgangsleistung
  • wenige Standorte zur Abdeckung
  • bis zu 1200 Nutzer pro Standort
  • digital und analog (FM/DMR Mixbetrieb möglich)
  • Geräteauthentifizierung
  • Telefongespräche in Halb-Duplex
  • Bündelfunk- & konventionelle Konfiguration
  • Luftschnittstellenverschlüsselung

TETRA | Dimetra

  • offener Standard
  • TDMA mit 4 Slots pro 25kHz Kanal
  • für Sprache und Mehrschlitz
  • Basisstation bis zu 40W
  • Funkgerät von 1 bis 1,8W
  • Mobilgerät von 3 bis 10W
  • viel mehr Standorte zur Abdeckung
  • unbegrenzte Anzahl an Nutzern
  • digital (kein FM Betrieb)
  • Authentifizierung (gegenseitig)
  • Telefongespräche in Full-Duplex möglich
  • nur Bündelfunkkonfiguration
  • Luftschnittstellen- & E2E-Verschlüsselung